US-Amerikanerin Anna Church verstärkt den SCU

08.08.2017 2. Bundesliga, Home

 Anna Church

In ihrer Heimat Kansas hat Anna Church ihren neuen Vertrag beim SCU unterschrieben.

Der Kader des SCU für die anstehende Saison in der 2. Volleyball-Bundesliga ist komplett. Die US-Amerikanerin Anna Church wird den letzten freien Platz im Aufgebot des Teams von Trainer Michael Lehmann einnehmen. In ihrer Heimat Kansas unterschrieb Church am vergangenen Wochenende den Vertrag mit dem SCU. Nach Alicia Nelson und Evann Slaughter wird Church damit die dritte US-Amerikanerin im Emlichheimer Team sein. Dazu nutzten die Emlichheimer Verantwortlichen erneut die guten Kontakte zur Spieleragentur „Bring It USA“, durch die bereits mehrere Spielerinnen aus den Staaten den Weg in die Niedergrafschaft gefunden hatten. So auch Alicia Nelson, die bei dem Wechsel ihrer Landsfrau ebenfalls eine entscheidende Rolle spielte. Die Kapitänin des Emlichheimer Zweitligateams informierte sich in den vergangenen Wochen intensiv über mögliche Kandidatinnen für die Position im Außenangriff und tauschte sich mit ihnen aus. „Für uns ist es enorm wichtig, dass eine Spielerin nicht nur sportlich, sondern auch menschlich zu uns passt“, betont Lehmann. Bei Anna Church stimmt das Gesamtpaket.

Am 14. August wird sich die US-Amerikanerin auf den Weg Richtung Emlichheim machen. In der kommenden Woche erwartet Lehmann mit Nelson, Slaughter und Heimkehrerin Laura Broekstra auch die anderen Spielerinnen zurück, die noch nicht in die Saisonvorbereitung eingestiegen sind.

Für Church wird Emlichheim bereits die zweite Volleyball-Station in Europa sein. In der vergangenen Saison schlug die studierte Grafik-Designerin bei ASVS Walbourg im französischen Elsass auf. Ihr bislang größter Erfolg im Volleyball erfolgte nach ihrem Wechsel von St. Louis University zur Kansas University. Mit ihrem neuen Team schaffte sie es bis in das „Final Four“ des NCAA Division One National Tournaments. In ihrem Uni-Team gehörte die Abwehr- und Annahmespezialistin über mehrere Jahre zu den Stützen. Eine Tatsache, die auch Lehmann hervorhebt. „Ihre Universität hat im amerikanischen Volleyball einen guten Namen“, sagt der SCU-Coach, der vor allem darauf setzt, dass der Neuzugang dem Annahme- und Abwehrspiel seiner Mannschaft zusätzliche Stabilität verleiht. Denn auf der Position im Außenangriff hat der SCU mit Pia Timmer und Lona Volkers zwei hoch veranlagte Spielerinnen, denen es mit 16 beziehungsweise 17 Jahren aber gerade in der Annahme noch an Erfahrung fehlt. Die soll Church beisteuern. „Ich freue mich riesig auf die Herausforderung und darauf, das Land zu entdecken“, sagt Church, die bereits vor acht Jahren bei einem Familientreffen zum ersten Mal in Deutschland war.

Mit der ersten Trainingswoche war Lehmann derweil sehr zufrieden. „Nach der Sommerpause geht es vor allem darum, wieder Sicherheit und Qualität ins Spiel zu bekommen. Das klappt gut. Man sieht, dass die jüngeren Spielerinnen technisch weiter sind als vor einem Jahr“, stellte der SCU-Coach nach den ersten Trainingseinheiten in der Halle fest. Insgesamt hat er rund sieben Wochen Zeit, um sein Team auf das erste Saisonspiel am 23. September bei den TV Gladback Giants vorzubereiten. Die heiße Phase der Vorbereitung wird dann in der kommenden Woche eingeläutet, wenn wieder alle Spielerinnen an Bord sind – inklusive der „Neuzugänge“ Laura Broekstra und Anna Church.

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Schnell wieder an den Volleyball gewöhnt hat sich die junge Garde des SCU. Foto: Gerold Meppelink

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