U 18: Pia Timmers gelungenes Comeback beim Heimländerspiel

27.03.2017 Home

Viele zufriedene Gesichter waren am Sonntagnachmittag nach dem U18-Länderspiel zwischen Deutschland und Polen in der Emlichheimer Vechtetalhalle zu sehen. Das hatte gleich mehrere Gründe. Mit einem 3:2 (23:25, 16:25, 25:15, 25:18, 15:11)-Erfolg tankte das Team von Bundestrainer Jens Tietböhl zusätzliches Selbstvertrauen für die Europameisterschaft. Außerdem meldete sich die Emlichheimerin Pia Timmer bei ihrem „Heimländerspiel“ nach überstandener Verletzungspause zurück. „Die wichtigste Nachricht des Tages ist, dass Pia wieder gesund“, hob Tietböhl seine Kapitänin besonders hervor.

Und auch die Verantwortlichen des SC Union konnten sich über die gelungene Ausrichtung eines Länderspiels freuen. Mehr als 500 Zuschauer gaben der Generalprobe vor der EM in den Niederlanden einen stimmungsvollen Rahmen. „Vor so einer Kulisse spielen wir sonst nicht. Emlichheim hat ein echtes Volleyball-Publikum, das weiß, wann die Mannschaft Unterstützung braucht“, stellte Tietböhl fest. So war die Halle auch zur Stelle, als die deutsche Auswahl nach dem Verlust der ersten beiden Sätze mit dem Rücken zur Wand stand. Das deutsche Team steigerte sich fortan aber kontinuierlich und fuhr in der Endabrechnung einen verdienten Tiebreak-Erfolg ein. Daran hatte auch die eingewechselte Lina Alsmeier (USC Münster) ihren Anteil, die bei den Jugendmeisterschaften für den SCU aufläuft.

kl HIS U 18 Länderspiel Emlichheim 11

Zum ersten Mal brandete gestern in der Vechtetalhalle allerdings bereits vor dem Anpfiff großer Applaus auf. Als Spielführerin lief Pia Timmer bei der Vorstellung der Mannschaften als Erstes aufs Feld. Wenig später stand sie auch in der Anfangsformation. „Es wird immer besser. Ich habe keine Schmerzen mehr“, sagte die Zweitliga-Spielerin des SCU, die am Tag zuvor beim Trainingsspiel (3:1) gegen die Osteuropäerinnen in Nordhorn noch bewusst geschont worden war. Timmer machte ihre Sache trotz der langen Wettkampfpause gut. „Pia hat gezeigt, dass sie in Sachen Schlaghärte den anderen noch ein Stück voraus ist“, sagte SCU-Trainer Michael Lehmann zu dem Auftritt seines Schützlings.

In der Annahme wackelte das deutsche Team in den ersten beiden Sätzen allerdings, sodass die Gastgeberinnen mit 0:2 zurücklagen, als die Emlichheimerinnen ausgewechselt wurde. „Es war vorher klar, dass Pia nicht über die volle Distanz gehen wird. Aber für die EM ist sie sicher“, stellte Tietböhl erleichtert fest.

Den letzten Schliff für die Europameisterschaft in Arnheim holt sich das deutsche Team in den kommenden Tagen weiterhin in Nordhorn. Heute Nachmittag steht ein weiteres Trainingsspiel gegen die polnische Auswahl in der Sporthalle des Stadtring-Gymnasiums an. Außerdem wird das Nationalteam dort bis zur Abreise nach Arnheim am Donnerstag regelmäßig trainieren.

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