SCU setzt echtes Ausrufezeichen

02.12.2018 2. Bundesliga, Home

181202 SCU

Der SCU Emlichheim hat im Auswärtsspiel beim TSV Bayer 04 Leverkusen ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. In einem spannenden Duell wehrte die Mannschaft von Trainer Pascall Reiß im Tiebreak einen Matchball ab und feierte im Rheinland einen 18:25, 25:21, 19:25, 25:22 und 16:14-Erfolg. „Wir haben uns nie aufgegeben und sind immer wieder stark zurück gekommen“, sagte der SCU-Coach, der sich vor allem über den geschlossenen Auftritt seiner Mannschaft freute: „Das war wirklich gute Teamarbeit. Auch die Spielerinnen, die von der Bank gekommen sind, waren sofort präsent. So konnten wir immer eine Schippe drauflegen.“

Schon im ersten Durchgang setzte das SCU-Team über weite Strecken die Vorgabe um, dass es sich auch gegen ein Topteam der Liga nicht zu verstecken braucht. Beim 18:17 lagen die Gäste sogar noch in Front. Dann sorgte die Leverkusenerin Malin Schäfer mit einer Aufschlagserie für die deutliche Wende. Davon zeigten sich die Emlichheimerinnen im zweiten Durchgang aber unbeeindruckt. Diesmal war es das Team um Kapitänin Pia Timmer, die der zweiten Satzhälfte seinen Stempel aufdrückte. Nach einem 12:13-Rückstand setzte sich der SCU entscheidend ab. Das Spiel blieb aber ein emotionales Wellental. Im dritten Durchgang übernahmen wieder die Gastgeberinnen die Initiative. Umso wichtiger war es, dass der SCU im vierten Spielabschnitt wieder zurückschlug. Nach einem 13:14 war es Emelie Siegner, die den Rückstand von der Aufschlaglinie in eine 18:14-Führung ummünzte. Diesen Vorsprung verteidigten die Gäste konsequent und hatten nach dem 25:22 bereits einen Punkt auf der Habenseite.

Das sollte aber noch nicht alles sein. Die Emlichheimerinnen ließen sich auch von deutlichen Rückständen im Tiebreak (1:4, 5:9) nicht aus dem Konzept bringen und zeigten viel Kampfgeist und Moral. So kämpften sich die Emlichheimerinnen wieder auf 13:13 heran und wehrten beim 13:14 einen Matchball ab. In der Schlussphase entschied der SCU die Partie mit einer überragenden Block-Defense-Leistung für sich. „Ein 16:14-Sieg im Tiebreak ist sicherlich immer etwas glücklich. Aber dieses Glück haben wir uns heute auch hart erarbeitet“, bilanzierte Pascall Reiß nach dem sechsten Sieg im zehnten Spiel, mit dem der SCU seinen Platz in der oberen Tabellenhälfte festigte.

Über die Auszeichnung als MVP konnte sich einmal mehr Libera Anna Church freuen, die bereits zum vierten Mal in dieser Saison als wertvollste Spielerin auf Emlichheimer Seite ausgezeichnet wurde. Beim Bayer-Team kürte Pascall Reiß mit Julia Lambertz ebenfalls eine Abwehr- und Annahmespezialistin.

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