SCU: Kontinuität und Wandel

06.04.2016 2. Bundesliga, Home

SCU-Team 2015/16

Nach dem Ende der Spielzeit in der 2. Volleyball-Bundesliga richtet sich der Blick beim SCU bereits auf die kommende Spielzeit. Dabei heißen die Schlagworte bei den Planungen Kontinuität und Wandel. In der Woche nach dem Saisonfinale haben wichtige Stützen des Teams ihre Zusage gegeben, auch in der Saison 2016/17 das Emlichheimer Trikot zu tragen. So bleiben dem SCU mit Jolanta Kelner und Alicia Nelson zwei absolute Leistungsträgerinnen erhalten. Außerdem wird auch die junge Garde um Pia Timmer, Lona Volkers, Anna Meyerink und Ina Gosen weiter zum Aufgebot von Trainer Michael Lehmann gehören. Gleichzeitig gibt es aber auch mehrere Veränderungen. Mit Jane Helweg, Laura Broekstra, Kira Gosink, Thori Kwast, Majela Dasler und Dana Volkers werden sechs Spielerinnen in der nächsten Saison nicht mehr in der ersten Mannschaft des SCU spielen. Ein Fragezeichen steht noch hinter der Vertragsverlängerung von Dina Kwade, die im Verlauf der Saison auf der Libera-Position als wichtige Unterstützung einsprang.

Das Gerüst des Teams für die Saison 2016/17

Auf wichtigen Schlüsselpositionen kann Michael Lehmann in der nächsten Saison weiter auf bewährte Kräfte setzen. Im Zuspiel hat Jolanta Kelner ihre Zusage gegeben, im Diagonalangriff bleibt die Klasse von Alicia Nelson erhalten. „Ich freue mich sehr, dass beide bei uns bleiben. Das zeigt auch, wie heimisch die beiden in Emlichheim schon geworden sind“, sagt Lehmann über die Polin und die US-Amerikanerin, die beide bereits seit mehreren Jahren in Emlichheim spielen. Ein Blick in die MVP-Statistik der abgelaufenen Saison zeigt, wie wertvoll die beiden Leistungsträgerinnen sind. Kelner führt mit 9 Medaillen die interne Rangliste an, Nelson bringt es auf 4 Auszeichnungen als wertvollste Spielerin. Die Auszeichnungen zeigen aber auch, dass auch Talente aus dem eigenen Nachwuchs schon einen sehr großen Sprung gemacht haben. Allen voran Pia Timmer, die sich bereits sechs persönliche Auszeichnungen der gegnerischen Trainer verdiente. Neben Pia Timmer bekam auch Lona Volkers (2) schon viele Einsatzzeiten. „Gerade in der Rückrunde haben Pia und Lona gezeigt, dass sie schon wichtige Stützen der Mannschaft sind“, sagt Lehmann, der betont, dass die Entwicklung noch lange nicht am Ende ist. Das gilt auch für Libera Anna Meyerink und Mittelblockerin Ina Gosen. „Auch Anna und Ina sind auf einem guten Weg. Man darf nicht vergessen, wie jung alle noch sind. Routine und Cleverness lernt man erst mit der Erfahrung.“

Die Veränderungen im Kader

Die größte Veränderung wird es im Mittelblock geben. Denn da werden mit Laura Broekstra und Kira Gosink die beiden Leistungsträgerinnen der vergangenen Spielzeiten nicht mehr zur Verfügung stehen. Laura Broekstra wird ein Auslandsjahr in den USA einlegen und strebt anschließend ein Studium an. Kira Gosink hat sich entschieden, sportlich kürzer zu treten und nicht mehr in der ersten Mannschaft aufzulaufen. Dem Emlichheimer Volleyball will sie aber verbunden bleiben, um in einer unteren Mannschaft zusammen mit ihren langjährigen Mitspielerinnen zu spielen. Denn der Umbruch in der ersten Mannschaft ist noch größer. Auch Kapitän Jane Helweg, Thori Kwast, Majela Dasler und Dana Volkers wollen in der kommenden Saison nicht mehr in der ersten Mannschaft spielen. Dabei gaben vor allem relativ wenige Spielanteile und eine fehlende Perspektive im Team von Michael Lehmann den Ausschlag. Entscheidungen, die die SCU-Verantwortlichen zwar bedauern, aber auch nachvollziehen können. Schließlich gehörten einige Spielerinnen bereits seit mehreren Jahren zum Zweitliga-Kader, kamen über die Rolle der Ergänzungsspielerinnen allerdings teilweise nicht hinaus. „Ich ziehe meinen Hut, dass sie den Aufwand in den letzten Jahren auf sich genommen haben. Das ist nicht selbstverständlich“, sagt Norbert Bußmann. Der SCU-Manager macht aber auch klar deutlich, dass auf Bundesliganiveau Experimente nur in begrenztem Rahmen möglich sind: „Wer spielt, entscheidet im Wesentlichen das Leistungsprinzip“.

Der Ausblick

In den kommenden Wochen und Monaten wird es vor allem darum gehen, die entstandenen Lücken im Mittelblock zu schließen. Dafür wollen die Emlichheimer Verantwortlichen in Ruhe Gespräche führen. Es ist geplant, die offenen Posten im Kader mit Spielerinnen aus den eigenen Reihen und Verstärkungen von anderen Vereinen zu füllen. Lina Alsmeier vom FC 47 Leschede, die in der Rückserie mit einem Doppelspielrecht auf für den SCU zum Einsatz kam, steht als Ersatz in der Mitte nicht zur Verfügung. Die Emsbürenerin hat sich entschieden, ins Internat des USC Münster zu wechseln. Der Fahrtaufwand für ein intensives Training in Emlichheim war für die Jugendspielerin einfach zu hoch. „Das ist schade, weil Lina uns sicher weitergeholfen hätte. Aber angesichts der Konstellation auch absolut nachvollziehbar“, sagt Lehmann. Beim Blick auf die vakanten Posten wird der SCU-Coach nicht nervös: „Am 2. August ist der Saisonauftakt bis dahin muss der Kader stehen und ich bin sehr optimistisch, dass das gelingt.“

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