Jubiläum

Ein Volleyball-Klassentreffen in schwarz-gelb

SCU feiert 25-jährige Bundesliga-Zugehörigkeit in schönem Rahmen

All Stars 09

Ihr Wiedersehen feierten viele ehemalige Volleyballerinnen des SCU

Ein beeindruckender Festakt, beste Volleyball-Unterhaltung auf dem Feld und eine ausgelassene Pparty – das große Volleyball-Klassentreffen in Emlichheim hat am Sonnabend für viele strahlende Gesichter gesorgt.

Viele Ehrengäste beim Festakt

In der Emlichheimer Aula ging es am Nachmittag zunächst festlich zu. In schönem Rahmen warfen die langjährigen SCU-Verantwortlichen und Gäste aus Politik und Sport einen Rückblick auf 25 Jahre Bundesliga-Volleyball in Emlichheim. Die Gästeliste zeigte dabei schon, wie hoch der Stellenwert des Volleyballs in Emlichheim ist. Mit dem Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann sowie den beiden Landtagsabgeordneten Reinhold Hilbers und Gerd Will waren die höchsten politischen Repräsentanten der Region gekommen, um dem SCU zu gratulieren. In ihren Festreden hoben auch Bürgermeisterin Daniela Kösters, der stellvertretende Landrat Gerhard Trüün, VBL-Vizepräsident Ulrich Nordmann, Liga-Managerin Julia Rienhoff und Erhard Kreth (Geschäftsführer im NVV-Kreis Bentheim) ihre persönliche Beziehungen zum Volleyballsport in Emlichheim hervor. Dabei wurde mehrmals deutlich, wie groß der Bekanntheitsgrad auch weit über die Gemeindegrenzen hinaus ist. Neben den Kartoffeln der „Emsland-Stärke“ sind es vor allem die Volleyballerinnen, die Emlichheim bekannter machen.

Von der Gründung bis hin zu 25 Jahren Volleyball Bundesliga

Dass wäre nicht möglich ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer, Spielerinnen und natürlich Verantwortlichen, die teilweise seit mehr als 25 Jahren im Dienste der Volleyball-Abteilung im Einsatz sind. Mit „Jöne“ Strenge führte einer als „Navigationsgerät“ durch den Festakt, der schon die Anfänge mit Volleyballgründungsvater Herbert Taube erlebt und mitgeprägt hat. „Jöne“ brachte ebenso persönliche Anekdoten ein, wie Norbert Bußmann, der nicht nur der aktuelle Manager des Zweitligateams ist, sondern über viele Jahre in der Schaltzentrale wichtige Hebel in Bewegung gesetzt hat. Mit dem ehemaligen Mannschaftsverantwortlichen und langjährigen Vereinsvorsitzenden Johann Beerlink hielt ebenfalls ein wahrer „Schwarz-Gelber“ die Festrede. Dabei schlug Beerlink einen Bogen von der Gründung der Volleyballsparte im Jahr 1970, über dramatische Aufstiege bis hin zu 25 Jahren Volleyball-Bundesliga. Und er ließ auch nicht unerwähnt, dass es immer schwieriger ist, den professionellen Anforderungen des Bundesliga-Betriebs gerecht zu werden. Deshalb sind neben Trainern, Helfern und Betreuern auch die Sponsoren ein wichtiger Faktor. Viele Vertreter von Firmen, die den SCU seit Jahren unterstützen, waren am Sonnabend ebenfalls beim Festakt dabei, den die junge Hoogstederin Joana Köster musikalisch sehr gut untermalte.

Besonders gefreut haben sich die Verantwortlichen des SCU darüber, dass sich auch zahlreiche Spielerinnen der letzten 25 Jahre auf den Weg nach Emlichheim gemacht haben. Die weiteste Anreise hatte dabei Lisa Hackauf, die extra aus der Schweiz anreiste. Wie die Spielerinnen zu ihrer aktiven Zeit im SCU-Dress aussahen, ist einem kleinen Jubiläumsbuch zu entnehmen, das Andre Berends federführend zusammen mit dem Organisationsteam erstellt hat.

SCU schlägt U 20 Nationalteam der Niederlande mit 3:1

Im Anschluss ging es sportlich so richtig zur Sache. Und das galt nicht nur für das Spiel der zwischen dem aktuellen Zweitligateam und der U 20-Nationalmannschaft der Niederlande. Das Team von Trainer Michael Lehmann zeigte in der gut besuchten Vechtetalhalle eine starke Leistung und bezwang die Gäste aus den Niederlanden mit 3:1 (26:24, 28:30, 25:15, 25:23). Dabei wurde deutlich, dass die nächste Volleyball-Generation in Emlichheim schon längst in den Startlöchern steht. Schließlich geht der SCU die kommende Zweitliga-Saison, die am nächsten Wochenende mit einem Auswärtsspiel beim VCO Schwerin beginnt, mit einer sehr jungen Mannschaft an, aus der bis auf Jolanta Kelner und Alicia Nelson alle Spielerinnen aus der eigenen Talentschmiede kommen.

All-Stars zeigen ihr Können – und viel Ehrgeiz

Zuvor zeigten bereits die ehemaligen SCU-Spielerinnen, dass sie nichts verlernt haben. Beim „All-Star-Spiel“ mischte sich zu jeder Menge Spaß auch viel sportlicher Ehrgeiz. Das galt besonders für Trainer Christian Stebel, der mit seinem „schwarzen“ Team unbedingt die Oberhand gegen seinen Trainerkollegen Dieter Jansen und dessen Team „gelb“ behalten wollte. So ging das sehenswerte Spiel anders aus, als es die meisten der zahlreichen Zuschauer auf der gut gefüllten Tribüne der Vechtetalhalle wohl erwartet hatten. Team „schwarz“ gewann angeführt von Bundesligaspielerin Mareike Hindriksen beide gespielten Sätze. Für erstaunliche Leistungen sorgten aber beide Mannschaften. Stellvertretend für Team „gelb“ seien Fides Kreft und Erika Johnova genannt, die sich äußerst durchschlagskräftig und athletisch präsentierten. Beim „schwarzen“ Team zeigte unter anderem Annelies Koning, dass sie immer noch auf hohem Niveau Volleyball spielen kann – und das obwohl die Niederländerin seit fünf Jahren kein Volleyball mehr spielt, sondern auf Frauenfußball umgestiegen ist. Der Spaß war allen anzumerken. „Ich bekomme das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht. Morgen habe ich bestimmt Muskelkater im Gesicht“, freute sich Andrea Berg über das Wiedersehen mit vielen Mitspielerinnen und Weggefährten. „Es ist toll, dass der Verein so eine Veranstaltung auf die Beine gestellt hat“, betonte Trainer Dieter Jansen. Die Freude über das Wiedersehen brachte auch Erika Johnova auf den Punkt: „Es ist so schön. Für mich ist es, als ob ich nach Hause komme“.

Ausgelassene Party im Festzelt

Die Gelegenheit, sich über die volleyballerische Vergangenheit und Neuigkeiten aus der Gegenwart auszutauschen, hatten die Spielerinnen und Gäste schon den ganzen Tag über genutzt. Richtig ausgelassen wurde es dann bei der Party im Festzelt vor der Vechtetalhalle.

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