Auch in den Ferien fliegen beim SCU die Volleybälle

18.10.2017 Home, Jugend

kl HIS SCU Feriencamp

In der Emlichheimer Vechtetalhalle herrschte in der vergangenen Woche schon in den Vormittagsstunden viel Betrieb. Von Montag bis Freitag folgen dort die Volleybälle übers Netz. Und das, obwohl in Niedersachsen noch Ferien waren. In Emlichheim ist das allerdings seit einigen Jahren nichts Ungewöhnliches. Michael Lehmann, Trainer der Zweitliga-Mannschaft und im Nachwuchsbereich des SC Union tätig, organisiert seit seinem Wechsel von Schwerin nach Emlichheim die Feriencamps. „Wir machen das immer in der letzten Woche der Oster- und Herbstferien“, erzählt Lehmann, der mit der Aktion ins Schwarze getroffen hat. Denn die 11- bis 16-jährigen Volleyballerinnen sind mit viel Herzblut bei der Sache.

„Ich habkl HIS SCU Feriencamp 06e schon häufiger bei den Feriencamps mitgemacht. Und macht immer wieder viel Spaß“, erzählt Maj-Britt Schoemaker. Deshalb macht es der 14-Jährigen auch nichts aus, dass sie dafür auch in den Ferien etwas früher aufstehen muss. „Das mache ich gern“, sagt die junge Emlichheimerin, die durch ihre ältere Schwester Leandra zum Volleyball gekommen ist, die mit der ersten Mannschaft in der 2. Bundesliga spielt. Seit der ersten Klasse ist deshalb auch für Maj-Britt der Volleyball die Sportart Nummer eins. Ein bisschen später hat Nina Hermann mit dem Baggern, Schmettern und Blocken angefangen. „Meine Freundinnen haben immer vom Volleyball erzählt. Deshalb bin ich in der dritten Klasse auch mal mit zum Training gegangen“, sagt die 12-Jährige, die direkt dabei blieb – und auch schon große Erfolge feiern konnte. Wie Maj-Britt Schoemaker gehörte auch Nina Hermann als ganz junge Spielerin zur Mannschaft der Emlichheimer U 14, die im vergangenen Jahr in Dippoldiswalde den deutschen Meistertitel gewonnen hat.

Ein kleiner Baustein für die deutschlandweit herausragenden Erfolge sind die Feriencamps. „Da können wir intensiv trainieren, denn im Volleyball sind viele Wiederholungen wichtig, um in den einzelnen Spielelementen Sicherheit zu bekommen“, sagt Lehmann. So stand in der Camp-Woche mit Zuspiel, Angriff, Annahme, Aufschlag und Block auch an jedem Tag ein anderer Schwerpunkt auf dem Trainingsplan. „Mir haben Block und Angriff am meisten Spaß gemacht“, erzählt Nina. Für Maj-Britt war der Spaßfaktor bei Block und Abwehr am größten. Die Möglichkeit zum speziellen Techniktraining ist für Lehmann aber nur einer von mehreren Vorzügen der Feriencamps. Auch der Zusammenhalt wird gefördert: „Die Mädchen sind den ganzen Tag zusammen und gehen auch nach dem Training noch zusammen etwas Essen.“ Und auch einen altersübergreifenden Lerneffekt hebt der Diplom-Sportlehrer hervor. „Die Jüngeren lernen von den Älteren und bekommen von ihnen viel gezeigt“, sagt Lehmann. Ein Wundermittel sind allerdings auch die Feriencamps nicht. Um sich stetig zu verbessern, ist das ganze Jahr über üben angesagt: „Die Mädchen lernen sehr schnell. Aber ohne regelmäßiges Training gehen die Bewegungsabläufe leider wieder verloren.“

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