2 + 2 = 4 – SCU holt zwei Siege im Tiebreak

18.10.2015 2. Bundesliga, Home

Freude beim SCU-Team über ein gelungenes Wochenende. Foto: Karsten Rump

Emlichheimerinnen zeigen bei 3:2-Siegen beim USC Münster II und gegen die Stralsunder Wildcats gute Nerven und viel Siegeswillen. Bewegte Bilder zum Heimspiel gibt es am Montag ab 18 Uhr auf ev1.tv.

6:4 Sätze und 4 Punkte lautet die Ausbeute des SCU an diesem Wochenende beim Doppelspieltag. Am Sonnabend behielt das Team von Trainer Michael Lehmann beim USC Münster mit 3:2 (14:25, 25:10, 18:25, 25:21, 17:15) die Oberhand, am Sonntag zeigten die Emlichheimerinnen auch im Heimspiel gegen die Stralsunder Wildcats viel Siegeswillen und gute Nerven und behielten erneut im Tiebreak (25:15, 23:25, 13:25, 25:20, 15:10) die Oberhand. „2+2=4. Das ist eine tolle Ausbeute für dieses Wochenende“, freute sich Lehmann über das erfolgreiche Mammutaufgabe seines Teams.

Die beiden Partien innerhalb von 24 Stunden wiesen dabei viele Parallelen auf. Sowohl gegen Münster als auch gegen Stralsund gab es im Emlichheimer Spiel Höhen und Tiefen. Am Ende konnten aber jeweils die SCU-Spielerinnen ausgelassen jubeln. Ein ähnliches Wellental wie der SCU erlebte auch die junge Erstliga-Reserve aus Münster. „Das ist bei jungen Teams so. Gerade in der Annahme können die Spielerinnen noch nicht Konstanz haben“, sagte Lehmann, der sich über den Tiebreaksieg freute, aber auch eingestand, „dass Münster in einigen Spielelementen einen Tick besser war als wir.“ Der Schlüssel zum Erfolg für den SCU war allerdings eine gute Aufschlagsleistung und der Wille, sich zu keinem Zeitpunkt aufzugeben. Denn im entscheidenden Tiebreak gerieten die Emlichheimerinnen schnell mit 1:6 in Rückstand. Eine gute Aufschlagserie von Jolanta Kelner, die nach der Partie zur wertvollsten Spielerin ihres Teams (MVP) gewählt wurde, brachte die Gäste dann auf 5:7 heran. Am Ende wurde es richtig spannend. Bis zum 16:15 ließ das Team drei Matchbälle ungenutzt. Nummer vier saß dann aber zum viel umjubelten Erfolg.

Eine positive Einstellung zeigten die Emlichheimerinnen auch am Sonntag in der heimischen Vechtetalhalle. „Es ist ein wichtiger Faktor für den Sieg, dass die Mannschaft auch dann an sich glaubt, wenn es nicht optimal läuft“, sagte Lehmann angesichts der Tatsache, dass sein Team nach starkem ersten Satz vor allem im dritten Durchgang wenig auf die Reihe bekam. Ab dem vierten Satz wendete sich das Blatt aber wieder. Angetrieben von Pia Timmer, der die MVP-Ehre in ihrem Team zuteil wurde, und einer wieder genesenen Alicia Nelson glichen die Emlichheimerinnen im vierten Satz aus und nahmen den Schwung auch mit in den fünften Satz.

Dabei konnten sich an diesem Wochenende auch Spielerinnen auszeichnen, die sonst nicht so im Fokus stehen. Am Sonnabend griff Majela Dasler im zweiten Satz beherzt von der Diagonalposition aus an, am Sonntag machte Dana Volkers im starken ersten Satz von der Außenposition aus Druck. In der Schlussphase beider Spiele zeigten außerdem Pia Timmer und Lona Volkers, dass „sie für ihr Alter schon über ein erstaunlich gutes Nervenkostüm verfügen“.

Nach der Mammutaufgabe an diesem Wochenende kann das SCU-Team erst einmal wieder Kräfte sammeln – und sich ein bisschen länger über die zwei Tiebreak-Siege freuen. Am kommenden Wochenende wird in der 2. Bundesliga pausiert.

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